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Zahnfleischbluten – Ursachen, Bedeutung und was Sie tun können

Zahnfleischbluten – Ursachen, Bedeutung und was Sie tun können

07. Januar 2026 von Dr. Philipp Kaiser, MMSc LLM

Zahnfleischbluten ist ein häufiges Symptom, das viele Menschen kennen, sei es beim Zähneputzen oder beim Essen. Oft wird es unterschätzt oder als harmlos abgetan. Dabei kann Zahnfleischbluten ein wichtiges Warnsignal Ihres Körpers sein. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen dahinterstecken können, was Zahnfleischbluten bedeutet und was Sie selbst dagegen tun können.

Was ist Zahnfleischbluten?

Zahnfleischbluten tritt auf, wenn das Zahnfleisch gereizt, entzündet oder verletzt ist. Bereits leichter Druck, etwa durch die Zahnbürste oder Zahnseide, kann dann zu Blutungen führen. Gesundes Zahnfleisch hingegen blutet nicht.

Häufige Ursachen für Zahnfleischbluten

1. Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
Die häufigste Ursache ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), ausgelöst durch bakterielle Beläge (Plaque). Diese entstehen vor allem bei unzureichender oder falscher Mundhygiene.

2. Parodontitis
Bleibt eine Gingivitis unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln. Dabei wird nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der Zahnhalteapparat geschädigt. Zahnfleischbluten ist oft eines der ersten Anzeichen.

3. Falsche Putztechnik oder harte Zahnbürsten
Zu starkes Schrubben oder eine zu harte Zahnbürste können das Zahnfleisch mechanisch verletzen.

4. Hormonelle Veränderungen
Schwangerschaft, Pubertät oder hormonelle Umstellungen können das Zahnfleisch empfindlicher machen und Blutungen begünstigen.

5. Allgemeinerkrankungen und Medikamente
Auch Erkrankungen wie Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen sowie bestimmte Medikamente (z. B. Blutverdünner) können Zahnfleischbluten fördern.

Warum Zahnfleischbluten ernst genommen werden sollte

Zahnfleischbluten ist kein normales Phänomen. Unbehandelte Entzündungen im Mundraum können nicht nur zu Zahnverlustführen, sondern stehen auch im Zusammenhang mit Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Frühzeitiges Handeln schützt also nicht nur Ihre Zähne, sondern Ihre gesamte Gesundheit.

Was Sie selbst tun können

  • Gründliche, aber schonende Mundhygiene: Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und einer schonenden Technik.

  • Zahnzwischenräume reinigen: Nutzen Sie Zahnseide oder Interdentalbürsten, um Beläge zwischen den Zähnen zu entfernen.

  • Geeignete Zahnpflegeprodukte: Entzündungshemmende Zahnpasten oder Mundspülungen können unterstützend wirken.

  • Regelmäßige Kontrolltermine: Professionelle Zahnreinigungen und Kontrollen helfen, Entzündungen frühzeitig zu erkennen.

Wann Sie unbedingt zum Zahnarzt sollten

Wenn das Zahnfleischbluten länger als ein paar Tage anhält, regelmäßig auftritt oder von weiteren Symptomen wie Schwellungen, Schmerzen oder Mundgeruch begleitet wird, sollten Sie zeitnah einen Zahnarzttermin vereinbaren. Eine frühzeitige Behandlung kann größere Schäden verhindern.

Fazit

Zahnfleischbluten ist ein wichtiges Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten. Mit der richtigen Mundhygiene, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und einer frühzeitigen Behandlung lassen sich die meisten Ursachen gut in den Griff bekommen. Ihr Zahnfleisch wird es Ihnen danken, mit Gesundheit, Stabilität und einem sicheren Gefühl im Alltag.



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