11. August 2026 von Dr. Philipp Kaiser, MMSc LLM
Plötzlich ist da eine kleine schmerzhafte Stelle im Mund und selbst Essen oder Trinken wird unangenehm?
Dahinter kann eine Aphte stecken. Diese kleinen Veränderungen der Mundschleimhaut sind meist harmlos und heilen häufig von selbst wieder ab.
Doch warum entstehen Aphthen überhaupt, was kann gegen die Beschwerden helfen und wann sollten Sie die Ursache zahnärztlich abklären lassen? Wir erklären die wichtigsten Punkte.
Warum entstehen Aphthen und was hilft dagegen?
Aphthen sind kleine, meist rundliche Schleimhautveränderungen, die häufig an der Innenseite der Lippen oder Wangen, am Zahnfleisch oder an der Zunge auftreten. Typisch ist eine weißlich-gelbliche Stelle mit einem geröteten Rand.
Welche Ursachen können Aphthen haben?
Warum Aphthen entstehen, lässt sich nicht immer eindeutig feststellen. Verschiedene Faktoren können ihr Auftreten jedoch begünstigen, darunter:
-
Kleine Verletzungen der Mundschleimhaut
-
Mechanische Reizungen, beispielsweise durch eine Zahnspange oder scharfe Zahnkanten
-
Stress
-
Veränderungen des Immunsystems
-
Bestimmte Nahrungsmittel
-
Nährstoffmängel
-
Hormonelle Veränderungen
-
Familiäre Veranlagung
Wer regelmäßig unter Aphthen leidet, sollte beobachten, ob bestimmte Situationen oder Lebensmittel mit ihrem Auftreten zusammenhängen.
Was kann bei Aphthen helfen?
In den meisten Fällen heilen kleinere Aphthen innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Bis dahin können einige Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu lindern:
-
Auf scharfe, saure und sehr heiße Speisen verzichten
-
Die Mundhygiene weiterhin sorgfältig, aber vorsichtig durchführen
-
Die betroffene Stelle möglichst wenig reizen
-
Bei stärkeren Beschwerden geeignete Gele oder Mundspülungen nach fachlicher Beratung verwenden
Wichtig ist, Aphthen nicht selbst aufzustechen oder anderweitig zu behandeln, da dies die Schleimhaut zusätzlich reizen kann.
Wann sollten Aphthen zahnärztlich abgeklärt werden?
Eine einzelne kleine Aphte ist normalerweise kein Grund zur Sorge. Bestimmte Veränderungen sollten jedoch genauer untersucht werden.
Bei diesen Anzeichen empfehlen wir eine Kontrolle
Vereinbaren Sie einen Termin, wenn:
-
die Stelle länger als zwei Wochen bestehen bleibt,
-
Aphthen ungewöhnlich groß oder besonders schmerzhaft sind,
-
sie sehr häufig wiederkehren,
-
mehrere Stellen gleichzeitig auftreten,
-
zusätzliche Beschwerden hinzukommen oder
-
Sie unsicher sind, ob es sich tatsächlich um eine Aphte handelt.
Nicht jede Veränderung der Mundschleimhaut ist automatisch eine Aphte. Deshalb ist eine fachliche Abklärung bei länger bestehenden oder auffälligen Veränderungen wichtig.
Was können Sie vorbeugend tun?
Aphthen lassen sich nicht immer verhindern. Eine gute Mundhygiene, eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden individueller Auslöser können jedoch hilfreich sein.
Treten Aphthen durch mechanische Reizungen auf, können wir außerdem überprüfen, ob beispielsweise eine scharfe Zahnkante, eine Prothese oder eine andere Versorgung die Mundschleimhaut reizt.
Fazit
Aphthen im Mund sind unangenehm, in den meisten Fällen jedoch harmlos und verschwinden von selbst wieder. Bis zur Abheilung können eine schonende Mundpflege und das Vermeiden reizender Lebensmittel die Beschwerden reduzieren.
Bleibt eine Veränderung länger bestehen, tritt sie regelmäßig auf oder verursacht sie starke Beschwerden, empfehlen wir eine zahnärztliche Abklärung. Wir sehen uns die betroffene Stelle gerne genauer an und beraten Sie individuell.
